(Quelle:  SHZ / SN / 19.08.2014  –  mb  “ rudert “ zurück !)


Die Nummer eins wird später geklärt

Schleswig 06 Sieger in einem fairen Stadtderby / Unglückliche Verletzung des Friedrichsbergers Daniel Schubert

Trotz der nassen Umstände bekamen die Fußball-Anhänger in Schleswig am Schützenredder ein gelungenes Derby zu sehen. Am Eingang zum Dr. Alslev-Platz rieben sich die Kassiererinnen Bettina Thomsen und Dunja Widderich-Jürgensen die Hände – über 300 Zuschauer wollten das Prestige-Duell der Stadtrivalen sehen. Ein warmer Regen für die Vereinskasse und eine schöne Kulisse für die Partie. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und schickte vor und nach der Partie prasselnden Dauerregen und während des Spiels leichten Nieselregen.

Nach dem 2:1-Erfolg sah man auf Schleswiger Seite überall zufriedene Gesichter. Als Nummer eins in der Stadt wollte sich aber niemand sehen. „Um ehrlich zu sein, dass ist mir so was von egal“, sagte 06-Coach Ralf Christiansen. „Wichtig ist, dass wir drei Punkte gewonnen und die Zuschauer ein gutes Spiel gesehen haben.“ Dem Gegner zollte der 06-Trainer Respekt. „Friedrichsberg hat guten Fußball gespielt. Auch ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Auch Verteidiger Hajo Kallsen sieht nach dieser Partie eine Vormachtstellung im Schleswiger Fußball nicht geklärt. „Das ist eine Momentaufnahme. Ein Derbysieg ist etwas Schönes und fühlt sich gut an. Aber mehr als drei Punkte gibt es dafür auch nicht,“ sagte Kallsen, der im Tippspiel genau das Endergebnis vorhergesagt hatte. Wie sein Trainer auch sieht der 24-Jährige auf Grund der zahlreicheren Chancen den Sieg als verdient an. „Wir hätten den Sack schon vorher zumachen müssen. Es hätte aber auch anders ausgehen können, wenn der Kopfball in der Nachspielzeit nicht an die Latte, sondern rein gegangen wäre. Aber so ist das im Fußball. Das letzte Derby hatte Friedrichsberg auch erst mit einem Elfmeter in letzter Minute gewonnen.“ TSV-Torwart Sascha Petersen hatte am Sonntag in der Nachspielzeit an die Latte geköpft – Aluminium statt Ausgleich.

Bei allem Prestige-Kampf zeigten die Teams ein faires Spiel. „Es herrschte gute Stimmung, und es wurde fair miteinander umgegangen. Kompliment an die Mannschaften“, sagte Ralf Christiansen. Bei der Verletzung von Daniel Schubert wurde der Ball sofort ins Aus geschossen. Der Friedrichsberger Stürmer war ohne gegnerische Einwirkung im Rasen hängen geblieben und verletzte sich am linken Schienbein schwer. Noch steht eine Diagnose aus. Auch Friedrichsbergs Sven Scherner hatte ein „bis auf ein, zwei Aktionen“ sehr faires Spiel gesehen. „Aber das Ganze wurde natürlich vom Pech von Daniel Schubert überschattet“, meinte der Teammanager des TSV.

Nach gutem Beginn war seine Mannschaft von der Verletzung und dem Gegentreffer geschockt. „06 hatte nach dem 1:0 leichteres Spiel und im zweiten Durchgang auch gute Chancen“, räumte Scherner ein. „Ein verdienter Sieg, wenn auch der Kopfball zum Schluss gut hätte reingehen können.“ Dabei hätte Scherner in der entsprechenden Situation seinen Keeper am liebsten wieder ins Tor zurück geschickt. „Lass ihn bloß hinten“, zitierte Scherner sich selbst. „Und dann macht er so einen guten Kopfball. Ich glaube, wenn der drin gewesen wäre, hätten wir unseren Keeper nach Hause tragen müssen.“

Das Tor ist nicht gefallen, Petersen musste nicht getragen werden, 06 hat das Derby gewonnen und dafür drei Punkte bekommen. Und die Frage nach der Nummer eins – die wird später beantwortet.

Bericht von Michael Bock

 

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